Entwickler. Berater. Intergalaktischer Weltraumheld. DJ. Und Blogger. Ha! Veranstaltet Workshops rund um die Entwicklung von Web-Anwendungen und ist auch sonst für jeden Schabernack zu haben. Siehe mans.de.

Go To Admin Logout

Kartoffelgratin

hmpf

Was ein erfahrener Netzbenutzer denkt:WAS ZUM TEUFEL soll der Scheiß. Ich will einfach nur schnell heraus finden, wie man ein verdammtes Kartoffelgratin macht. Erstens brauche ich keine 620 Kartoffelgratinrezepte, zweitens will ich nicht auf jeder verfickten Seite ein verficktes animiertes Beinahe-Vollbild-Werbebanner sehen, und ganz bestimmt nicht auf jeder Seite auch noch das selbe, immer und immer wieder. Yello Strom? Ne, so nicht, niemals, da bleibe ich ja sogar lieber bei Vattenfuckingfall. Fuck this shit, sobald ich rausfinde, wie man auf dem iPhone einen Werbeblocker installiert, mache ich das da genau so wie auf dem Rechner. Ihr könnt mich mal. Sollt ihr doch alle untergehen.”

Was der Papa von nebenan denkt: “Oh, heute ist mir mal nach einem ordentlichen Kartoffelgratin. Mal schauen, ob ich dazu ein Rezept im Internet finde. Am besten schaue ich jetzt schonmal auf diesem neuen Apple-Telefon, dann kann ich gleich beim Supermarkt die richtigen Zutaten einkaufen. Oh, das ist ja interessant, diese eine Homepage da hat gleich 620 verschiedene Kartoffelgratinrezepte, da schaue ich doch mal nach. Oh, was ist das denn? Da ist ja auf einmal alles gelb. Ist das Werbung? Die interessiert mich doch gar nicht. Wie geht das denn weg? Ich will doch einfach nur Kartoffelgratinrezep– oh, ich habe draufgedrückt und jetzt ist die Seite mit dem Rezepten weg, jetzt bin ich ganz woanders. Yello Strom? Ich will doch nur die Rezepte. Wieso ist das so verwirrend. Diese elendige Technik, das ist alles nichts für mich.”

Was die Betreiber der o.g. Website denken: “Oh, wir haben inzwischen drölf Fantastillionen Zugriffe auf unsere mobile Site. Gut, dass wir das über Bannerwerbung monetarisieren!”

100% API

Als wir gestern Abend über den Kauf von Instagram durch Facebook fachsimpelten, fiel mir ein Detail auf, das in den meisten Artikeln zu dem Thema höchstens nebenbei erwähnt wurde: Instagram ist beinahe 100% API. Es gibt keine nennenswerte Website, nur eine Landing-Page mit Links zu den App Stores und ein UI zum Editieren des eigenen Accounts. Man kann sich nirgendswo über das Web einloggen, Kontakte verwalten, Fotos liken oder was auch immer; all diese Funktionen konnte man stets nur über die offiziellen Instagram-Apps nutzen können.

Gleichzeitig entstand im Laufe der Monate ein umfangreiches Ökosystem an Third-Party-Apps, die über die API mit Instagram kommunizierten. Alternative Clients, iOS-Spiele, Viewer-Apps und natürlich auch ganz normale Web-Apps, die die oben erwähnte Lücke zu schließen versuchten.

Man hat sich also nicht nur getraut, die eigene Präsenz auf mobile Apps zu beschränken, sondern von Anfang an Entwicklern die Möglichkeit zu geben, über eine vergleichsweise offene API eigene Anwendungen zu entwickeln. Instagram, ein Unternehmen mit gerade mal 15 Mitarbeitern, wurde dadurch nahezu omnipräsent. Und hat nicht zuletzt dadurch 30 Millionen Nutzer gewonnen und nun den Akquisitionsjackpot geknackt.

Ich finde, darüber sollte jedes Unternehmen, das immer noch überlegt, ob sich denn eine API überhaupt lohnen würde, intensiv nachdenken.

Where do we go from here?

Everyone is worried about privacy implications. Net neutrality is a huge topic. SOPA and ACTA freaked everyone out. The list goes on and on. But see, here's the problem; you may complain about the man, but it is exactly that kind of laziness that gives the man more power.

Know what the real problem is? It's you. Because you are lazy.

Ha! Ich habe mich selbst zitiert. Unglaublich! Ach ja, englischsprachigen Entwicklercontent veröffentliche ich ab sofort nicht hier, sondern auf dem neuen Blog hmans.io. Schaut mal vorbei, gibt natürlich auch einen Feed. Auf diesem Blog – hendrik.mans.de – werde ich weiterhin auf Deutsch bloggen, tendenziell über Nicht-Entwickler-Themen. Vielleicht gibt es ab und zu ein paar Best-Of-Links zu hmans.io.

27" Apple Thunderbolt Display: Display-Spaß mit Macken

yay

Anfang des Jahres wollte ich nach langer, gemütlicher Stagnation endlich wieder meine Technik auf Vordermann bringen. Mein mobiler Rechner, ein weißes MacBook aus dem Jahre 2007, stand kurz davor, in seine Einzelteile zu zerbrechen, und der iMac aus dem selben Jahr machte auch keine so frische Figur mehr.

Nach großem Hin und Her – ich war mir nicht sicher, ob mir ein mobiler Rechner oder eine ordentliche Schreibtisch-Workstation wichtiger war, und beides wollte ich nicht kaufen – wurde es dann ein 13" MacBook Air (mit 1.8 GHz Intel Core i7, 4 GB RAM, 256 GB SSD). Ein Wahnsinnsteil! Mit Abstand der coolste Rechner, mit dem ich je gearbeitet habe. Kann ich absolut, uneingeschränkt empfehlen.

Weil ich aber nunmal viel an dem einen oder anderen Schreibtisch arbeite und da nicht die ganze Zeit über einem 13"-Notebook hängen möchte, bestellte ich noch ein Apple-27"-Thunderbolt-Display mit dazu. Das Ding ist nicht nur ein cooler Bildschirm, sondern auch noch eine waschechte Docking Station für mobile Macs, immerhin ist es vollgestopft mit USB- und Firewire-Ports, einem Ethernet-Anschluss, einem Soundinterface und sogar einer Facetime-HD-Kamera. Und an den Rechner wird das alles über ein einziges Thunderbolt-Kabel angeschlossen. Cool!

Leider, leider, leider muss ich aber inzwischen sagen, dass das Gerät ein paar Probleme hat, die in der täglichen Praxis nicht furchtbar schlimm, alles in allem aber ziemlich Apple-unlike sind. Wer derzeit überlegt, sich ein Thunderbolt Display zuzulegen, sollte sich also über die folgenden Mankos bewusst sein:

Sound/Lautsprecher mangelhaft: die eigentliche Soundausgabe-Qualität ist für ein eingebautes Interface ganz in Ordnung – vergleichbar mit denen der iMacs. Es gibt jedoch leider das Problem, dass der Sound rauscht. Nicht besonders laut, in einer typischen Büroumgebung ist das nicht zu hören; wer aber in einem ruhigen Zimmer ohne andere Geräuschquellen arbeitet – und bis vor kurzem war das bei mir der Fall –, kann richtig hören, wie beim Start von Soundausgabe mit einem kurzen “Plopp” der Lautsprecher aktiviert wird, nur, um dann nach ~30 Sekunden mit eben diesem Rauschen unterlegter Stille mit einem erneuten “Plopp” wieder abgeschaltet zu werden. Wie gesagt, in einem typischen Büro laufen ja noch andere Computer, externe Festplatten, Klimaanlagen und Dubstep, da wird das in der Regel nicht auffallen, aber ich finde es schon etwas schade, dass der einzige Workaround ist, für mehr Geräuschkulisse zu sorgen.

Kein Kopfhörerausgang:: warum man dem Soundinterface nicht noch einen Kopfhörerausgang spendiert hat, mag mal jemand verstehen. Klar, man kann auch den Ausgang am Rechner benutzen, aber… ihr wisst schon.

Firewire-Port hat Probleme mit Sleep: Leider “verschwindet” der Firewire-Port oft, wenn der Rechner den Schlafmodus betritt. Betreibt man am Firewire-Anschluss z.B. eine externe Festplatte, äußert sich das darin, dass man nach Aufwachen des Rechners von einer Meldung begrüßt wird, eine Festplatte sei einfach so abgestöpselt worden, und man möge in Zukunft die Platte doch bitte erst unmounten, vielen Dank. Auch, wenn man den Rechner frisch an das Display anschließt, wird eine bereits am Firewire-Port angeschlossene Festplatte oft nicht erkannt, bis man sie ab- und wieder anstöpselt. Das nervt. Wie sich dieses Problem auf andere Firewire-Hardware auswirkt, weiß ich nicht.

Hitzeentwicklung: in dem Thunderbolt Display steckt jede Menge Hardware – und ein Lüfter, der ähnlich wie bei den iMacs die warme Luft aus einem an der Unterseite des Bildschirms befindlichen Gitter pustet. Ausgerechnet durch aktivierte Soundausgabe – siehe oben – wird das Display ganz schön warm, dank des Warmen Luftstroms hat man dann seinen persönlichen Handwärmer am Schreibtisch. Mein MacBook oder einen Babyhamster würde ich nicht gerne darunter liegen lassen.

So. Das ist alles nicht toll. Bei einem €300-Display hätten mich solche Mängel vielleicht nicht überrascht, aber beim €999-Referenz-Modell von Apple ist das schon eine ziemliche Enttäuschung, zumal ich inzwischen weiß, dass ich nicht einfach nur ein mangelhaftes Gerät erwischt habe, sondern diese Probleme von fast allen Besitzern eines Thunderbolt-Displays bestätigt werden. Leider gibt es, solange man die gemütliche Thunderbolt-Verbindung nutzen möchte, keine mir bekannte Alternative. Grummel.

Wer also gerade mit dem Gedanken spielt, sich das Apple Thunderbolt Display zuzulegen, sollte sich überlegen, wie schwer ihn die oben beschriebenen Probleme treffen; es ist immerhin nach wie vor ein verdammt gutes Display. Nur leider darf man hier nicht die gewohnte “alles funktioniert immer und ohne Probleme”-Apple-Experience erwarten. Wen das alles abturnt, der sollte vielleicht besser in einen guten Standalone-Monitor, einen USB-Hub und ein gutes USB-Lautsprecher-Paar investieren.

Habt ihr ein Thunderbolt Display und ähnliche Probleme beobachten können? Oder habt ihr vielleicht mehr Glück gehabt, und alles funktioniert? Die Kommentare sind offen, oder meldet euch über Twitter.

Workshop: "Loslegen mit Ruby on Rails"

Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne Sachen im Web baue, am liebsten mit Ruby und Ruby on Rails. Von diesen Technologien wird der eine oder andere von euch sicherlich schon einmal gehört haben.

Parallel zu meiner Tätigkeit als Berater und Entwickler veranstalte ich ab sofort in Hamburg (und, wenn alles klappt, bald auch Berlin) regelmäßige Workshops rund um Web-Entwicklungs-Themen, natürlich mit Fokus auf die wundervolle Programmiersprache Ruby und alles, was dazu gehört.

Den Anfang macht der zweitägige Workshop “Loslegen mit Ruby on Rails”, der den Teilnehmern zu einem schnellen Start mit der Entwicklung mit eben diesem Framework verhelfen soll. Er findet am 16. und 17. April 2012 in den schönen Räumen des Werkheim Hamburg statt und kostet pro Teilnehmer EUR 499,- (19% MwSt. inklusive; für Teams gibt es auch ein spezielles Teamticket, bei dem ihr 4 Tickets zum Preis von 3 kauft). Euch erwartet jede Menge neues Wissen, eine gute Portion Spaß und zwei produktive Tage in einer der nettesten Ecken Hamburgs.

Und weil die Leser meines Blogs die tollsten Leute überhaupt sind, möchte ich, dass ihr bei der Bestellung den Aktionscode “RAILS2012” eingebt und damit satte 25% Rabatt absahnt (auch kombinierbar mit dem Team-Ticket).

Der Workshop “Loslegen mit Ruby on Rails” wird auch in Zukunft regelmäßig stattfinden. Drumherum sind vertiefende Workshops geplant; wer sich zum Beispiel für die Entwicklung kleiner, flotter Micro-Web-Apps und/oder APIs mit Sinatra und MongoDB interessiert, kann sich schon einmal den 25. und 26. April 2012 vormerken. Details folgen bald.

Fragen, Themenwünsche und alles andere sehr gerne an hendrik@mans.de!

Es gibt Nudeln

Auf meiner neu gelaunchten “offiziellen” Website mans.de erwähne ich auch meine geheime DJ-Karriere, die keine ist, denn weder bin ich ein echter DJ, noch mache ich damit Karriere.

Trotzdem schleppe ich mich und meinen DJ-Controller jeden Monat in den fabelhaften Hamburger Bad Taste-Club, um dort ein Ding namens Es gibt Nudeln zu veranstalten.

“Es gibt Nudeln” ist eine reine Mashup- und Bastard-Pop-Party. Vor drei Jahren wollte ich so etwas in Hamburg besuchen und musste leider feststellen, dass es das noch nicht gab. Frei nach dem Motto “fuck it or fix it” kaufte ich mir Traktor Pro und einen Reloop Digital Jockey 2 und machte einfach meine eigene verdammte Party.

Dass Laptop-DJs keinen guten Ruf genießen, ist mir dabei ziemlich egal, große Ambitionen verfolge ich mit dem Ding eh nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich jemals eine “normale” Party mit “normaler” Musik schmeißen möchte; wer stundenlang am Stück die gesammelten Werke von Jan Delay und Deichkind hören möchte, kann das quasi auf dem ganzen Kiez tun. Und auf einer Hochzeit aufzulegen stelle ich mir ganz grauenvoll vor. Das können gerne andere tun.

Ich möchte die Musik spielen, die mir Spaß macht, in der Hoffnung, dass sie dann auch ein paar anderen Leuten Spaß macht – was zum Glück an den meisten Party-Abenden der Fall ist. Das sind Mashups/Bastard Pop und aktuell Dubstep & artverwandte Genres wie Chipstep und Moombahton.

Wann lege ich also wieder auf? Diesen Samstag, 31. März 2012, ab 23 Uhr. Wie immer im Bad Taste Club, Hamburger Berg 21, Hamburg. Eine kleine, bescheuerte Website habe ich dazu auch gebastelt. Ich freu mich auf euch.

SASS 3.2.0 ist geil. Warum?

Darum:

@mixin when-narrower-than($width) {
  @media only screen and (max-width: $width) {
    @content;
  }
}

Und dann so:

.container {
  width: 1000px;
  margin: 0 auto;

  @include when-narrower-than(1000px) { width: 700px }
  @include when-narrower-than(700px)  { width: 100%  }
}

Supertoll. SASS 3.2.0 ist zwar noch nicht erschienen, aber als Prerelease über gem install sass --pre installierbar. Hurra!

Your identity ≠ Your code

We will look at a piece of code and think “This is God-awful. This dev is terrible”. And it’s important to remember there is a lot more context around why code is written a certain way.

Über den unangenehmen Trend, Menschen anhand ihres Codes zu bewerten.

Wieso die Startup-Wirtschaft in sich gehen sollte

In einem Jahr werden mindestens vier von fünf dieser Apps entweder gar nicht mehr existieren, einen so genannten “Pivot” hingelegt haben und stattdessen auf den nächsten App-Trend aufgesprungen sein, oder sich in einem Schwebezustand kurz vor dem endgültigen Aus befinden – wobei die omnipräsente Jubelrhetorik der Gründerteams irgendwo zwischen Epic und Awesome mit aller Kraft aufrecht erhalten wird, bis es wirklich nicht mehr geht.

Guter und wichtiger Artikel von Martin Weigert, der nun schon seit ein paar Jahren auf netzwertig.com über so ziemlich alles berichtet, was hierzulande und anderswo startupdigitalundsonstwie passiert. Und das, ohne bei dem ganzen absurden Käse, der da teilweise entsteht, durchzudrehen.